Kursgruppe Rollatorkurs

Projekt: „Komm mit – Mach mit – Nimm den Rollator mit!“

Die rollatierende Stadt Neumünster

Rollatierende Stadt Neumünster

Die IBAF-Fachschule für Motopädagogik in Neumünster hat unter der Federführung von Cornelia Schlick bei einem Ideenwettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung zum Thema „Mobilität im Alter“ mit dem Projekt:

„Komm mit – Mach mit – Nimm den Rollator mit! Eine Stadt rund um den Rollator“

teilgenommen und dafür Projektgelder für die Durchführung vom 01.09.2015-31.08.2016 erhalten

Als Projektpartner sind der Kreissportverband Neumünster und das Seniorenbüro Neumünster aktiv beteiligt.

Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens – insbesondere im Alter

Wer mobil ist, kann aktiv und selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben. Mit dem Projekt „Neumünster – eine Stadt rund um den Rollator“ wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass ältere Menschen in ihrem Lebensumfeld mobil bleiben oder wieder mobil werden. Die Ausschreibung will gleichzeitig die Eigenverantwortung und das Engagement älterer Menschen stärken. Denn ältere Menschen können mit ihren Ideen und ihrem Engagement entscheidend zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen.

Im Vordergrund des Mobilitätsprojekts steht der Rollator als Hilfsmittel oder besser: als Alltagsbegleiter. Folgende Ziele werden verfolgt:

  • Mobilitätseingeschränkte Menschen mit Rollator zur selbstbestimmten Aktivität in der Stadt verhelfen
  • Öffentlichkeit  und Stadtentwicklung aufmerksam machen auf das Thema Fußgänger mit Rollator
  • Aufzeigen räumlicher und sozialer Barrieren
  • Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren werden Experten der eigenen Rollator-Mobilität und machen aufmerksam auf Mobilitätsbarrieren
  • Selbstbestimmte Teilhabe am kulturellen und öffentlichen Leben
  • Partizipation der RollatornutzerInnen

Die Ziele werden durch Aktionen und Ideen erreicht: 

  • Information aller Vereine und Verbände/Sportvereine, Quartiersarbeit
  • Regelmäßige Sitzungen „Runder Tisch Rollator“
  • Information und Ideenwerkstatt: Rollatornutzerinnen und Rollatornutzer in der Pflege
  • Aktionstag im Museum Tuch & Technik am 24.09.2015
  • Markttag mit Rollator am 08.April 2016
  • Aktionstag im Stadtzentrum, Juni 2016
  • RollatorFIT – Gruppen in allen Stadtteilen
  • Rollatortreffpunkte zum Austausch, Hilfe und Beratung rund um den Rollator
  • Regelmäßiges Bustraining im Stadtzentrum und in den Stadtteilen
  • Fort- und Weiterbildung von pädagogischen, therapeutischen, pflegenden Fachkräften und Angehörigen zum Thema Handling – Sport, Spiel und Spaß mit und am Rollator
  • Fragebogen zur Nutzung des Rollators

RollatorErfahrungspark

Rollatierende Stadt Neumünster
  • Wo kann ich meinen Rollator parken und anschließen?
  • Wo kann ich mich selber üben, um mit Unwegbarkeiten auf Fußgängerwegen oder Wegen klarzukommen?
  • Wo kann trainieren, um schnell und geschickt die Bordsteinkanten zu bewältigen?
  • Wo kann ich einmal ausruhen auf einer „seniorengerechten Bank?
  • Wo gibt es kleine Ruheoasen in einer hektischen Stadt?
  • Wie viele Schritte mit dem Rollator sind es bis zum nächsten WC?

Konzept und Idee
Das Projekt „Die rollatierende Stadt Neumünster“ hat das Ziel, Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren zu beteiligen, um die Situation in der Stadt Neumünster als Fußgänger mit Rollator zu untersuchen, Hinweise zu geben und Kompetenzen für die Nutzerinnen und Nutzer zu untersuchen und in Kursen zu vermitteln. Dadurch soll die soziale Teilhabe am öffentlichen, kulturellen, sportlichen Leben ermöglicht und gesteigert werden.

Das Projekt bezieht die Situation in Pflegeheimen, betreutem Wohnen und ambulanten Settings sowie ambulanten Therapien mit ein.

Nach drei Monaten intensiver Befragung und Kursangeboten wurde deutlich, dass Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren sich gern im Handling von Rollatoren üben möchten, dass sie den Rollator als Alltagsbegleiter akzeptieren und weiterhin sich in einem geschützten Bereich üben möchten.

Hier entstand in Kooperation mit dem Haus Berlin als Alten- und Pflegeheim die Idee, einen „Rollatorübungsplatz“ gemeinsam mit allen Beteiligten (Kooperationspartner sind Seniorenbüro und der Kreissportverband) zu konzipieren.

Zeitrahmen
November 2015 bis April 2016: Planung, Bau und Fertigstellung
12. Mai 2016: Einweihung als öffentliche Aktion der Stadt Neumünster
Mai bis August: erste Nutzung als Erprobungsphase
Ab September 2016: Nachhaltigkeit – Nutzung durch die Öffentlichkeit

  • Das Haus Berlin stellt ein Gelände im Stadtteil Brachenfeld mit der Idee einer quartiersbezogenen Nutzung – der Platz soll allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen
  • Das Personal sowohl im motopädagogischen Kontext als auch im therapeutischen Kontext plant gemeinsam mit der IBAF-Fachschule für Motopädagogik, dem Kreissportverband und dem Seniorenbüro
  • Die Firma Wigger und weitere Sponsoren stellen Material und alle Erdarbeiten mit dem Know-how zur Verfügung.

„Wir wollen dahin kommen, dass Rollatoren anerkannte Alltagsgegenstände sind, über die man nicht mehr lächelt.“
Cornelia Schlick, Leiterin der Fachschule für Motopädagogik
Aus einem Zeitungsartikel im Holsteinischen Courier vom 12.11.2015

Einweihung des RollatorErfahrungsparks am 12. Mai 2016

Einweihung des RollatorErfahrungsparks Neumünster

Modenschau mit Rollator am 29. September 2016

„Chic in Bewegung“ – so lautete das Motto einer bemerkenswerten Modenschau im Neumünsteraner Museum Tuch und Technik. Zum Abschluss des Projekts „Komm mit – Mach mit – Nimm den Rollator mit! Die rollatierende Stadt Neumünster“ hat sich Projektleiterin Cornelia Schlick, Leiterin der IBAF-Fachschule für Motopädagogik, mit dieser Veranstaltung einen Traum erfüllt.

Lesen Sie mehr in den Zeitungsartikeln im Holsteinischen Courier und in den Kieler Nachrichten.

Illustration Rollator: Bente Schlick
Druckfunktion
Zum Seitenanfang